Bei diesen lackierten Teilen handelt es sich um ein komplettes Trike mit einer dunkelauberginfarbenen Candylackierung
als Grundfarbe.Die vom Kunden gewünschte Airbrushlackierung besteht aus den Logo's des BTW-Europe
(Brother's of the Third Wheel),einer Trikervereinigung,welcher übrigens auch ich und meine Frau angehören.
Wie schon angemerkt,wurden bei dieser Lackierung speziell für die Flammen Effekt- oder auch sog. Umschlagfarben
verwendet,welche die Flammen je nach Blickwinkel lebendig und real erscheinen lassen.Auch hier habe ich für
Interessierte einige der Bezugsquellen auf der Seite LINKS aufgelistet.


Auf diesen Bildern sieht man also nun ein paar der Teile nach der Grundlackierung in dunkelaubergine Candy



Begonnen wurde bei der ganzen Airbrushlackierung mit dem wohl aufwendigsten,da am meisten detailierten Teil,
dem Kofferdeckel.







Auch hier geht wie im Übrigen bei allen Teilen,welche mit einer Airbrushlackierung
versehen werden sollen,ein sog. Naßschliff mit einer 1200er Körnung und anschließendes
Reinigen mit Silikonentferner voraus.
Nachdem nun das Logo des BTW-Europe mittels wasserfestem Filsstift auf eine
Maskierfolie übertragen und auf den Deckel aufgebracht wurde,wird diese an
den Rändern abgeklebt,um etwaige Spritznebel zu vermeiden.Nun wird mittels
eines Cuttermessers der jeweilige Bereich,den es zu spritzen gilt,ausgeschnitten.
Bevor die eigentliche Farbe gespritzt wird,grundiere ich auch hier jeweils mit
einem deckenden Weiß von der Fa. Schmincke vor,da der Untergrund sehr dunkel
ist,und somit der eigentliche Farbton beim direkten Auftrag sehr ins dunkle
verfälscht werden würde.Und so kämpft man sich nun voran,bis es fertig ist.

Im nächsten Schritt komme ich nun zur Schrift.Dazu wird wieder eine Maskierfolie,auf welcher vorher die Schrift aufgezeichnet
wurde,so platziert,daß oben und unten jeweils der richtige Abstand zum fertig gestellten Logo entsteht.Bevor die Schrift nun
ausgeschnitten und mit weiß vorgrundiert wird,was auf diesen Bildern sehr schön zu sehen ist,wird das Logo säuberlich
abgeklebt um auch hier etwaige Spritznebel zu verhindern.

Nach dem leichten Vorgrundieren mit Weiß,wird nun die eigentliche Schriftfarbe,in diesem Fall ist es ein Goldmetalic
der Fa. Createx,gespritzt.Ich hatte ja schon erwähnt,daß ich zu bestimmten Zwecken auch Farben anderer Hersteller
benutze.Jetzt werden noch diverse Schattierungen gesetzt.


 
 
 

Und so sieht nun der fertige Deckel aus,nachdem alle Masken entfernt wurden,Nach dem Klarlackauftrag
sieht das Ganze doch glänzend aus.



Kommen wir nun zur Flammenlackierung auf den restlichen Teilen wie Karosserie,Kotflügel und Tank

Auch hier wieder ein gründlicher Schliff vorab
 

Um die Flammen in der richtigen Größe und Form spritzen zu können,müßen diese natürlich vorher erstmal gezeichnet und selbstverständlich
auch schabloniert und abgeklebt werden.Um hier drei Fliegen mit einer Klappe schlagen,klebe ich nun alle zu lackierenden Teile mit einem
extra breiten,aber sehr dünnem Papierklebeband ab,welches ich übrigens bei der Firma OBI beziehe.Nun male ich mit einem Fils- oder Bleistift
die Form der Flammen auf um sie nachher mit dem Cuttermesser vorsichtig auszuschneiden.Die Betonung liegt hier auf Vorsicht,da der Druck
auf die Klinge des Messers hier etwas stärker sein muß,weil das Papierklebeband natürlich nicht so einfach zu schneiden ist wie Maskierfolie
und ruckzuck zu tief geschnitten wird,was später bei der Klarlackversiegelung zu sehen sein wird.Die Stellen,an welchen nun das Klebeband
entfernt wurde müßen noch einmal gut mit Silikonreiniger geputzt werden,da auch hier das Problem auftritt,daß der Kleber auf dem Klebeband
eine ganz andere Hafteigenschaft als Maskierfolie hat und u. U. Klebereste zurückbleiben,was natürlich zum einen die Flammenlackierung
und mit Sicherheit die später folgende Klarlackversiegelung zunichte machen würden.Nun werden die Flammen mit der entsprechenden
Effektfarbe (in meinem Fall nur die Ränder) gespritzt und anschließend die komplette Maskierung entfernt.Jetzt steht eine erneute Reinigung
mit Silikonentferner aus den schon erwähnten Gründen an.

Sie werden jetzt sicher sagen,das sieht aber nun wirklich nicht nach echt wirkenden
Flammen aus und da gebe ich Ihnen auch recht,aber auf Grund des Effektes und Sichtwinkels
sehen die Flammen immer wieder anders aus und der eigentliche Effekt kommt auch erst mit
der Klarlackversiegelung.Bei dieser Art der Farbe ist es auch ratsam,lieber etwas sparsamer
damit umzugehen und lieber meinmal öfter aus einem anderen Winkel zu betrachten,bevor der
fertige Effekt nach der Klarlackversiegelung einen erschlägt,was sehr leicht passieren kann.

Man kann hier auf diesen Bildern schon sehr schön die verschiedenen Farbfacetten erkennen

Und so sieht das Ganze dann mit Klarlack aus



Mit den nun hier abgebildeten Teilen wurde genauso, wie oben beschrieben, verfahren








Ich hoffe,ich konnte Ihnen hier einen kleinen Eindruck in die Airbrushtechnik vermitteln.Sollten Sie noch
Fragen haben,stehe ich Ihnen,sofern es mein Wissen erlaubt,gerne mit Rat zur Seite und möchte Sie bitten,
doch einfach mit mir in Kontakt zu treten.
 

zurück    zurück zum Hauptmenü