Klarlackversiegelung

Sehr viele Airbrusharbeiten sollten nach deren Fertigstellung mit Klarlack überzogen bzw. versiegelt werden.
Viele Airbrusher scheuen aber die doch relativ hohen Kosten bei einem professionellen Lackierer und greifen
gerne mal selbst zur Spritzpistole oder Spraydose.
Da dieses jedoch im Privatbereich auf Grund der bestehenden Emissions- und Umweltgesetze ein relativ heikles
Thema darstellt,rate ich im Vorhinein schon zur Benutzung einer professionellen Lackierbox,wie sie in den meisten
Mietwerkstätten vorhanden ist.Ich werde mich an dieser Stelle natürlich hüten,jemandem zuzuraten,diese Arbeit
Zuhause durchzuführen,doch ist dies für kleinere Teile durchaus mit einem absolut profesionellen Aussehen machbar,
sofern geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung stehen.Wo nun der jeweils einzelne diese Arbeit vornimmt bleibt
einem jeden selbst überlassen.
Ich setze jetzt einfach mal voraus,daß Sie mit der Technik des Lackierens ein wenig vertraut sind,da ich auf dieses
Thema hier nicht näher eingehen möchte.
Auch auf das Thema Spraydose werde ich in diesem Beitrag nicht eingehen,da ich mit dieser Art der
Klarlackversiegelung gar nichts am Hut habe und das Ergebnis nicht unbedingt zu Freudensprüngen anregt,obwohl
Spraydosenlackierungen immer wieder ein Thema in div. Foren darstellt.
Im Bereich der mehr oder weniger "richtigen" Lackierungen gibt es relativ billige Altenativen.Ich gehe einmal davon
aus,daß immer nur kleinere Objekte lackiert werden müssen.
Als Spritzpistole empfehle ich eine Sata Minijet mit einer 1 mm Düse.Diese kann recht günstig bei div. Auktionshäusern
im Internet ersteigert werden und ist mit jedem Kompressor (auch Airbrushkompressor),der einen Dauerdruck
vom 3 bar bringt,zu betreiben,da mit der Minijet mit einem Druck von 2 2,5 bar lackiert wird.
Als Lackmaterial kommt eigentlich nur Lack aus dem Bereich Spotrepair,wie z.B. Glasurit Racing Clear,
Spies Hecker Rapido etc. inklusive entsprechende Härter in Frage.Um aber auch hier zu sparen,kann ich absolut
den Ludil 2K HS Speedklarlack (5 l Gebinde zu 77,--€) plus entsprechenden Härter empfehlen.Entsprechende
Webpage (Ludil) ist auf meiner Link-Seite zu finden.All diese Lackarten haben die Eigenschaft,in kürzester
Zeit (20 Min. bis 3 Std je nach Temperatur) absolut trocken zu sein und eine super Oberfläche bzw. Lackstand und
Glanzgrad zu haben.Auch die polierbarkeit ist absolut super.Auch an dieser Stelle noch ein kleiner Spartip.Aus eigener
Erfahrung kann ich sagen,daß nicht unbedingt der von der jeweiligen Firma vorgeschlagene Härter (entsprechender Preis)
benutzt werden muß.Es kann jeder andere kurze Härter,welche ebenfalls entsprechend günstig bei Internetauktionen
erstanden werden können,verwendet werden.Es ist lediglich auf HS oder MS Material zu achten,was aber am Preis
keine Rolle spielt.
Beim Lackieren nun sollte der entsprechende Raum eine Temperatur von 20 25 Grad haben.Um nun den
Trocknungsprozess zu beschleunigen kann man einen Wärmestrahler benutzen,wie er auch in Profiwerkstätten verwendet
wird.Solche Strahler werden immer wieder ganz billig bei Discountern wie Lidl,Aldi etc. als Terassenstrahler angeboten.
Das einzige was diese von den Werkstattstrahlern unterscheidet ist die Bauform.Die Werkstattstrahler sind in der Regel
rund und die vom Discounter eben länglich eckig,was aber an der Funktion nichts ändert.Beim Benutzung eines
Wärmestrahlers ist unbedingt auf einen entprechenden Abstand zum lackierten Teil zu achten,da die Dinger doch eine
erhebliche Wärme bringen.
Mit den oben aufgeführten Materialien und Werkzeugen ist z.B. ein Tank in max. 30 Min. knochentrocken und kann
sofort montiert werden,außer es sind noch kleine Staubeinschlüsse da,welche zuerst herauspoliert werden müßen.
Da wir nun beim Thema Staub angelangt sind,kann ich hier zur Vermeidung solcher Einschlüsse folgenden Tip geben.
Wenn es die Räumlichkeit zuläßt,sollte im Umkreis von 2 3 m um das zu lackierende Teil alles etwas angefeuchtet
werden,so daß der eventuell vorhandene Staub gebunden und durch den Spritzstrahl nicht aufgewirbelt wird.Es sollte
aber absolut vermieden werden,unmittelbar neben dem zu lackierenden Objekt Wassertropfen zu haben,da genau diese
beim Spritzen u.U. aufgewirbelt werden und die Lackierung zerstören könnten.
Ich denke mal,daß ich auf Sicherheitsmaßnahmen betreffs Feuergefahr und Atemschutz hier nicht mehr detailiert
eingehen muß.



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